Gleich sieben neue Karate-Meister auf einen Streich

Ende November traten insgesamt elf Karate-Sportler aus ganz Bayern zur DAN-Prüfung unter der Leitung von Sensei Fritz Oblinger und Sensei Dr. Claus Fröhlich an. Die erfreuliche Landsberger Bilanz: Alle sieben Prüflinge vom TSV Landsberg, haben ihre Aufnahme in die Karate-Meisterklasse mit Bravour bestanden. Fünf von ihnen dürfen seitdem erstmals einen Schwarzgurt tragen, zwei von ihnen stiegen vom 2. zum 3. DAN auf.

Rekordverdaechtige Schwarzgurt-Pruefung beim TSVLL
(Foto: Barbara Gruber-Stahl) Auf dem Bild sind von rechts nach links: Uwe Heck (1. Dan),
Thomas Then (1. Dan), Thomas Schumann (3. Dan), Gerhard Ehrlich (1. Dan),
Uwe Bröckelmann (3. Dan), Manuela Ehrlich (1. Dan),
Dr. Claus W. Fröhlich (Abteilungsleiter Karate).

Gleich fünf frischgebackene Schwarzgurte und zwei DAN-Aufsteiger in einem Verein – so etwas erlebt man nicht alle Tage. Das findet auch Dr. Claus Fröhlich, der zufriedene Trainer der erfolgreichen Sportler: „Es ist schon ungewöhnlich, dass bei einer solchen Prüfung sieben Teilnehmer aus einem Dojo und gleich zwei Mitglieder einer Familie antreten.“

Mit etwa acht bis zehn Jahren Training muss man als Anfänger rechnen, bis man in der „Meisterklasse“, also zur Schwarzgurt-Prüfung antreten darf. Dazu ist schon ein gewisses Durchhaltevermögen nötig. Interessant ist deshalb auch das Durchschnittsalter der sieben DANs von Mitte vierzig bis Mitte fünfzig.

Einer der Prüflinge hat beispielsweise erst im Alter von 43 Jahren mit Karate begonnen und trainiert seit sieben Jahren beim TSV. „Sicher war das Training vor allem am Schluss sehr hart, aber ich bin stolz, dass ich all die Jahre dabei geblieben bin. Mir macht Karate riesigen Spaß, weil ich nicht nur körperlich fit bleibe, sondern auch noch mein Gehirn trainiere.“

Diese positiven Effekte der japanischen Kampfkunst sind seit langem wissenschaftlich erwiesen. Unbekannt ist vielen, dass sie auch als Erwachsene noch erfolgreich in das Karate einsteigen können.

„Unsere Prüflinge haben eindrucksvoll bewiesen, dass man auch als „Spät-Einsteiger“ im Karate hervorragende Leistungen bringen kann, wenn man etwas Geduld mitbringt und mit Spaß dabei ist“, so Dr. Fröhlich. „Genau diese Motivation wollen wir als Trainer vermitteln, deshalb freue ich mich auch persönlich sehr über die Erfolge unserer Sportler.“